Familienrecht

zurück

Revolution im Familienrecht


Unterhaltsreform


Güterrechtsreform

Versorgungsausgleich (Ausgleich von Rentenansprüchen)

Verfahrensrecht



Ihre Ehe ist in einer Krise? Sie haben sich bereits getrennt und wissen nicht, wie es weitergehen soll?
Sie wollen heiraten und einen Ehevertrag schließen?

 Sowohl während bestehender Ehe/Partnerschaft
als auch bei einer Trennung müssen Sie sich mit einer Vielzahl von Problemen auseinandersetzen, z.B.




Unterhalt
Umgangsrecht
Sorgerecht
Ehevertrag 
Trennung / Ehescheidung
Ehewohnung / Hausrat
Zugewinnausgleich

Versorgungsausgleich




Eine Trennung oder Ehescheidung bringt meist weitreichende Veränderungen – sowohl emotional als auch in finanzieller Hinsicht – mit sich. Es gilt, die dringlichsten Probleme herauszufinden und langfristige Lösungen sorgfältig abzuwägen. 



Wir lassen Sie nicht allein! Sprechen Sie uns bei Fragen oder Problemen frühzeitig an. 
Rechtzeitige rechtliche Beratung kann gerade bei familiären Konflikten viel Nerven und auch Geld sparen. 




Unser Familienrechts-Team gewährleistet aufgrund der langjährigen Erfahrung und fundierten Kenntnisse von RA Johannes M. Bienert, gepaart mit der sozialen und fachlichen Kompetenz von RAin Silke Bienert, optimale, professionelle, gleichzeitig auch menschlich-einfühlsame Beratung und Vertretung.






Revolution im Familienrecht

Derzeit sind viele Betroffene durch weitreichende Änderungen im Familienrecht sehr verunsichert. Die teilweise reißerische Berichterstattung in der Presse („Kein Euro für die Ex“…) tut hier ein Übriges. 
Ein Wertewandel im Familienrecht wurde bereits durch die Unterhaltsreform im Jahr 2008 eingeleitet, im Jahr 2009 folge das große Reformpaket mit zum Teil grundlegenden Änderungen im Güterrecht, Versorgungsausgleich und im Verfahrensrecht.




Unterhaltsreform

Durch die Unterhaltsreform wird seit 1.1.2009 die Eigenverantwortlichkeit der Ehegatten nach einer Scheidung wesentlich stärker betont. 
Ein Unterhaltsanspruch besteht, wenn ein Ehegatte, z.B. wegen Betreuung minderjähriger Kinder, an einer Erwerbstätigkeit gehindert ist. Möglichkeiten der Befristung oder Herabsetzung wurden stark ausgeweitet. Große Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang dem Vorliegen von Ehebedingten Nachteilen zu.




Güterrechtsreform

Im Vordergrund des am 1.9.2009 in Kraft getretenen Gesetzes zur Änderung des Zugewinnausgleichs stehen zwei Ziele:




1. Unredliche Vermögensverschiebungen sollen wirksamer als nach altem Recht verhindert werden. 

Ein Auskunftsanspruch über das Vermögen zum Trennungszeitpunkt wurde zu diesem Zweck eingeführt, verbunden mit einer Beweislastumkehr. War das Vermögen eines Ehegatten zum Zeitpunkt der Trennung höher als das Endvermögen (Zeitpunkt der Zustellung des Scheidungsantrags), so hat dieser Ehegatte zu beweisen, dass dies keine illoyale Vermögensminderung darstellt. 
Unredlichen Vermögensverschiebungen kann bei genauer Kenntnis der Rechtslage und durch Ausnutzen sämtlicher prozessualer Möglichkeiten nunmehr ein wirksamer Riegel vorgeschoben werden.


2. Wirtschaftlicher Zugewinn wird berücksichtigt. 
Zu diesem Zweck wurde ein negatives Anfangsvermögen eingeführt. 
Hierdurch wird ermöglicht, dass auch ein Schuldenabbau während der Ehe bei der Ausgleichsberechnung zu berücksichtigen ist. Nach altem Recht war dies nicht möglich, wenn bei Eheschließung nur Schulden vorhanden waren. 
Durch die Neuregelung kann vermieden werden, dass ein Ehegatte am Schuldenabbau des anderen Ehegatten über den Zugewinnausgleich beteiligt wird. 




Versorgungsausgleich (Ausgleich von Rentenansprüchen)

Das Recht des Versorgungsausgleichs wurde ebenfalls seit 1.9.2009 grundlegend geändert. Es soll wesentlich vereinfacht werden.
 Der Grundsatz der internen Teilung löst die bisherige Saldierung der Anrechte ab. Jedes Anrecht soll nunmehr grundsätzlich in der Versorgung des Ausgleichspflichtigen/der Ausgleichspflichtigen geteilt werden. Auf Verlangen des Versorgungsträgers oder aufgrund Vereinbarung findet ausnahmsweise die externe Teilung statt.


Bei kurzer Ehedauer (bis zu 3 Jahre) findet ein Versorgungsausgleich nur auf Antrag statt, darüber hinaus sind die Möglichkeiten von Vereinbarungen ausgeweitet worden.



Verfahrensrecht

Auch das Verfahrensrecht in familienrechtlichen Angelegenheiten wurde zum 1.9.2009 reformiert. 




Am auffälligsten dürften die Begriffsänderungen sein. So gibt es z.B. in Unterhaltsangelegenheiten nicht mehr Kläger, Beklagte und Urteile, sondern Antragsteller, Antragsgegner und Beschlüsse.
Durch Einführung des großen Familiengerichts wurden die Zuständigkeiten des Familiengerichts ausgeweitet.


Ihre Ansprechpartner:



RA Johannes M. Bienert, RAin Silke Bienert, RAin Nadine Wiegner

zurück