Insolvenzrecht

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Eintritt der Insolvenz

Gläubiger oder Schuldner?
a) Gläubiger

b) Schuldner
aa) Unternehmensinsolvenz
bb) Verbraucherinsolvenz/ Restschuldbefreiung


1. Eintritt der Insolvenz

Der Begriff ist aus dem lateinischen von dem Wort „insolvens“ abgeleitet. Übersetzt heißt dies „nichtlösend“ im Sinne von „Schulden nicht einlösend“. Insolvent ist damit derjenige, der seine Zahlungspflichten nicht erfüllt. In der Insolvenzordnung wird dies noch genauer aufgeschlüsselt:


Generell liegt ein Insolvenzgrund vor, wenn Zahlungsunfähigkeit eingetreten ist, bei einem Insolvenzantrag des Schuldners selbst ist auch die drohende Zahlungsunfähigkeit ausreichend, bei juristischen Personen ist darüber hinaus auch die Überschuldung ein Insolvenzgrund.


2. Gläubiger oder Schuldner?
Zunächst ist grundsätzlich zu unterscheiden:


a) Gläubiger:
Schuldet Ihnen jemand (eine Person oder eine Firma) Geld,
der in Insolvenz ist?
Dann lesen Sie bitte weiter unter dem Schwerpunktthema „Forderungseinzug“


b) Schuldner:
Oder sind sie selbst aus welchen Gründen auch immer in Zahlungsschwierigkeiten geraten?


aa) Unternehmensinsolvenz
Große Vorsicht ist in diesem Fall „den Mitgliedern von Vertretungsorganen juristischer Personen“, d.h. v.a. den Geschäftsführern einer GmbH anzuraten, da für diese eine Verpflichtung zur Stellung eines Insolvenzantrages bei Vorliegen eines Insolvenzgrundes besteht. Wird gegen diese Pflicht verstoßen, kann dies eine Straftat darstellen (Insolvenzverschleppung!). Eine genaue Analyse der konkreten Situation und schnelles Handeln unter rechtskundiger Beratung sind zwingend erforderlich.


bb) Verbraucherinsolvenz/ Restschuldbefreiung
Für natürliche Personen (d.h. für sie als „Privatmann oder –frau“) stellt sich die Frage der Insolvenz, wenn – z.B. durch Scheidung oder Arbeitsplatzverlust – die Schulden über den Kopf gewachsen sind. In diesem Fall geht es v.a. um die Restschuldbefreiung. Die gesetzlichen Vorschriften sehen hierfür 4 Verfahrensabschnitte vor. Erster Abschnitt ist
• der außergerichtliche Schuldenbereinigungsversuch.
  Scheitert dieser, wird Insolvenzantrag gestellt. Es folgt
• der gerichtliche Schuldenbereinigungsversuch.
  Bleibt dieser ergebnislos, schließt sich
• das gerichtliche Insolvenzverfahren
  an. Auf dieses folgt schließlich
• das Restschuldbefreiungsverfahren.


V.a. zur Vorbereitung des Insolvenzantrages ist es erforderlich, dass der außergerichtliche Schuldenbereinigungsversuch durch eine „geeignete Stelle“ (§ 305 Nr. 1 InsO), d.h. insbesondere auch durch einen Rechtsanwalt, durchgeführt wird. Wir sind auf diesem Gebiet umfang-reich tätig und stehen auch Ihnen hierbei gerne zur Verfügung.


Ihr Ansprechpartner:
RAin Nadine Wiegner

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